Stand: 24. Novembär 2008

Neurodingsbums - was blödes
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Anfang April ging es los, daß Linus mehr wach als schlafend in der Nacht war und er anfing, sich zu kratzen. Ebenso bildete sich wieder vermehrt Milchschorf.

Der erste Besuch bei der Kinderärztin brachte kurzweilig Besserung, über Ostern aber wurde es wieder schlimmer. Also von der Kinderärztin und weiteren Behandlungen zur Hautärztin, die dann in die Klinik überwiesen hat.

Kurz nach der Taufe war somit ein mehrtägiger Aufenthalt in der Klinik angesagt, angereichert mit Untersuchungen und vielen Cremes, die glücklicherweise Erfolg zeigte.

Hier nochmals ein herzlichen Dankeschön, die uns dieser besonders schweren Zeit beistanden, ob telefonisch oder vor Ort und ein besonderes DANKE an die freundlichen Krankenschwestern, die sich besonders um Linus kümmerten.

Wie die Untersuchungen zeigten, ist der Kleine Mann auf Milch, Weizen und Ei hoch allergisch. Entsprechend darf Bianca, solange sie stillt, auch diese Zutaten nicht essen.
Die Allergie zeigt sich für den Kleinen als Juckreiz und so kratzt er sich viel, leider auch blutig. Daher muß er in der Nacht und bei Autofahrten Handschuhe tragen (10 min Autofahrt zur Kirche haben genügt, daß sich Linus die Hände blutig kratzte).

Neben vielen Cremes gibt es eine rote Tinktur, die Linus als Indianer erscheinen lassen. Diese Tinktur tötet die Bakterien auf der Haut ab.
Netterweise werden wir ab und an gefragt, für welchen Fußballverein er bei der WM ist.

Ein Nebeneffekt ist, daß Linus durch das ständige Jucken und Kratzen in der Entwicklung gehemmt ist. So heißt es für uns, sich vermehrt mit ihm beschäftigen und beibringen, sich zu entwickeln.

Leider “dakneiste” Linus auch, daß das Kratzen am Kopf dazu führt, daß sich sofort jemand mit ihm beschäftigt, wenn auch schimpfend (er kann ganz gut den Kopf wegdrehen und zeigen, daß das alles nicht so interessant ist ;-). Es hat nie jemand behauptet, daß Kindererziehung leicht ist :-)

Wir sind nun jeden Mittwoch bei einer Schulung, um mehr über diese Krankheit zu lernen und uns als “Selbsthilfegruppe” mit anderen betroffenen Eltern aus zu tauschen.

Glücklicherweise und wirklich “Gott sei Dank” ist Linus trotz der Krankheit ein lustiger und fröhlicher Mensch geblieben.

Update 14. Mai 2007

Linus hat sich gut erholt von dieser Krankheit, auch wenn er sie nicht überwunden hat.

Eine Konfrontation im September 2006 ergab, daß er auf Milch nur noch mit der Stufe “1” allergisch ist und somit Milch verträgt, was uns beim Abstillen und vor allem bei der Ernährung sehr geholfen hat.

Seine Haut ist meistens sehr schön und glatt. Der Ausschlag ist erwartungsgemäß meistens in den Beugen (Knie- und Arme) und unter den Achseln. Weitere Ausschläge kommen und gehen über den Körper verteilt.

Der bisher schlimmste Ausbruch war am 3. Mai abends, hier mussten wir leider zum ersten Mal das Notfall-Set in Anspruch nehmen. Aber nach zwei Stunden war auch dieser Albtraum überwunden.
Das Nachspiel wird ein weiterer Tag in der Klinik sein ....

Die Befürchtungen, daß er sich langsamer entwickelt als seine Altersgenossen, traten zum Glück nicht ein. Er lacht und spielt und beschäftigt sich auch viel selbst.
Nur das angewohnte ständige Kratzen müssen wir ihm irgendwie noch abgewöhnen.

Aber die meisten von Euch kennen ihn ja - ihn und sein Freigeist und sein wunderbares Lachen und um-denFinger-wickeln .-)

Update 06. August 2008

Das “böse Spiel” mit seiner Haut geht auf und ab. Gerade jetzt im Sommer bei Temperaturen über 28 Grad geht es seiner Haut, insbesondere in den Beugen, recht schlecht. Hinzu kommt dass Linus gerne Wasser planscht - Feuchtigkeit wie Wasser und Schweiß sind einfach schlecht für ihn.
Das automatische Kratzen, wenn es ihn juckt, konnten wir ihn nicht abgewöhnen. Aber wer kratzt sich nicht automatisch, wenn ihn wo eine Mücke gestochen hat - obwohl er weiß, dass es falsch ist?

Netterweise fragt Linus sehr oft beim Essen “ob er das essen darf” oder Soja oder Ei im Essen ist. Sehr erstaunlich für jemanden mit 2,5 Jahren Alter. Und die Antwort akzeptiert er auch, was vieles erleichtert.

Aber was wir nicht oft genug erwähnen können und wir darüber sehr froh sind: Linus entwickelt sich nicht besser oder schlechter als andere Kinder. Und dafür wirklich “Gott sei Dank”.

Am 6. August waren wir zum ersten Mal in diesem Jahr mit Linus wieder mal in der Biederstein-Klinik zu einer Routine-Kontrolle. Neue Ärztin, neues Konzept, neue Cremes (die Kinder erst ab 2 Jahre Alter verwenden dürfen). Aber es hilft - und das ist das wichtigste.